Virenschleuder-Preis

Leander Wattig und Carsten Raimann suchen
die erfolgreichsten Marketing-Maßnahmen
der Buchbranche im Social Web

14 Anmerkungen &

Die komplette Virenschleuder-Preis-Verleihung 2011 inklusive der Bekanntgabe der Gewinner, Begründung der Jury und Vorstellung des neuen Logos. Vielen Dank an Literaturtest für die Aufzeichnung des Events.

Wir gratulieren nochmals ganz herzlich den Gewinnern des Virenschleuder-Preises 2011,

… und möchten uns bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wie auch sämtlichen Unterstützern bedanken!

Wir freuen uns auf 2012!

Abgelegt unter Preis Video vsp virenschleuderpreis

0 Anmerkungen &

Nach dem Preis ist vor dem Preis!

Gerne möchten wir uns auch an dieser Stelle noch einmal bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern am 1. Virenschleuder-Preis sowie allen Unterstützern, Fans und Follower, die unsere Idee weitergetragen haben, herzlich bedanken!

Wir machen weiter, das ist klar. Im Zweifel werden wir wachsen :) Auf jeden Fall entwickeln wir die Idee und die Plattform weiter.

Natürlich möchten wir jetzt auch erfahren, wie es Ihnen/Euch gefallen hat. Was war (besonders) gut? Wo könnte man noch optimieren? Was könnte oder sollte in Zukunft anders gemacht werden und was muss unbedingt beibehalten werden?

“Feuer frei!” - einfach hier kommentieren!

10 Anmerkungen &

Klett Kinderbuch Verlag: Der Kackofanten-Film

Beschreibung des Akteurs

Der Klett Kinderbuch Verlag entstand als kleiner kinderliterarischer Teil der Stuttgarter Klett Gruppe 2009 in Leipzig. Programmleiterin ist Monika Osberghaus, die zuvor jahrelang Kinderbücher für die F.A.Z. kritisiert hatte. Nun versucht sie Bücher auf den Weg und unter die Kinder zu bringen, die ihr früher gefehlt haben: realistische, herausfordernde, eher antipädagogische Bücher. Bücher, die nicht immer ganz korrekt sind, sondern die vor allem zum Reden Anlass geben.

Beschreibung der Marketing-Maßnahme

Der Berliner Kult-Comiczeichner Fil und der Dichter Klaus Cäsar Zehrer haben zusammen ein wunderbar albernes und relativ sinnfreies Bilderbuch gemacht: “Der Kackofant”. Es handelt von dem, was der Titel andeutet. Uns hat das Buch sofort begeistert - es ist etwas rotzig und nicht so glatt und niedlich wie das Übliche. Auf sympathische Weise altmodisch und trotz seines Witzes ganz ironiefrei.

Und so ähnlich (albern, verspielt, leicht altmodisch, nicht sofort verständlich, komplett ironiefrei) sollte dann auch die Werbemaßnahme sein: Der Kackofantenfilm auf Youtube.

Klaus Cäsar Zehrer fand eine Kita, die mitgemacht hat (mit Erlaubnis der Eltern): Die Kinder singen den Kackofantensong (der nichts mit den Stories im Buch zu tun hat) und tanzen dazu. Das Ganze soll nicht nach Werbung aussehen und tut es auch nicht. Es sieht eher nach einer Privataktion eines stolzen Papis aus. Das Wichtigste: Es ist vollkommen sinnfrei, und das macht die vielen Leute, die sich das angucken, ganz wuschig. “Was soll das???”, ist die große Frage, die gelegentlich auch etwas derber formuliert wird.

Die Antwort geben die Kinder selbst: Es macht einfach nur Spaß.

Warum war die Maßnahme aus Ihrer Sicht erfolgreich?

Ziel war, dass die Leute sich ein bisschen wundern und Spaß haben und lachen. Und dass das Lied ein Ohrwurm wird. Das haben wir erreicht.

Wir wollten auch, dass die Zuschauer sich nicht durch Werbung belästigt fühlen, sondern einen eigenen Nutzen aus dem Film erleben, ganz unabhängig vom Buch. Zugleich wollten wir natürlich, dass die Leute dann auch neugierig auf das Buch werden. Auch das wird erreicht, eben, weil es nicht so eine offensichtliche, anbiedernde Werbung ist.

Wir haben heute (25.4.11) ca. 53.000 Hits, und die Verkaufszahlen des Buches gehen kontinuierlich in die Höhe. Mehrere Musikproduzenten haben sich gemeldet, weil sie den Song kaufen wollen. Viele Zuschauer fragen, wo sie das T-Shirt herkriegen. Es sind bislang eine Cover-Version (ebenfalls auf Youtube) und zwei Kackofanten-Fanclubs entstanden.

Können Sie Zahlen nennen?

Das können wir noch nicht so genau sagen, weil die Sache ja erst angelaufen ist. Außerdem möchten wir hier keine konkreten Zahlen nennen. Nur soviel:
Es war eine Low-budget-Produktion (wie man sieht), und nach knapp 6 Wochen, in denen das Buch auf dem Markt ist, planen wir jetzt die zweite Auflage.

Ausblick: Wie ging’s/geht’s weiter?

Erstmal soll sie einfach so weiterlaufen. Nebenbei verschenken wir Klotüranhänger mit Kackofanten-Motiv, die uns vor allem auch von größeren Kindern (so um 20 Jahre) aus den Händen gerissen werden. Und demnächst soll es eine Kackofanten-Webseite geben, über die man auch die T-Shirts bestellen kann.

Kontakt:

Monika Osberghaus, Programmleitung

Abgelegt unter verlage kinder kinderbuch youtube film

21 Anmerkungen &

Detlef Bluhm: Intermediales Projekt »Kater Paul«

Beschreibung des Akteurs

Ich bin Detlef Bluhm, Autor verschiedener und in insgesamt 5 Sprachen übersetzter Bücher zur Kulturgeschichte der Katze … und habe 12 Jahre mit Kater Paul zusammengelebt. Ich sage »zusammengelebt«, weil Kater Paul leider am 18. März 2011 gestorben ist.

Beschreibung der Marketing-Maßnahme

Das intermediale Projekt »Kater Paul« war anfangs alles andere als eine Marketing-Maßnahme. Ich habe am 2. Februar 2010 lediglich auf die in Facebook gestellte Frage, ob jemand für sein Haustier schon einen fb-Account eingerichtet hat, reagiert. Es hat mich gereizt, auf Facebook den Versuch zu unternehmen, meinem Kater Paul eine eigene, unverwechselbare Stimme zu geben, seine höchst individuellen Persönlichkeit dort zu Wort kommen zu lassen.

Als Kater Paul nach vier Tagen schon über 100 Freunde gewinnen konnte, entstand die Idee, auch einen »Kater-Paul-Blog« ins Netz zu stellen. Dieser Blog wurde am 18. April 2010 online gestellt. Während Kater Paul auf Facebook sehr persönlich agiert hat, habe ich auf seinem Blog viele Wortbeiträge, Videos, Fotografien und Cartoons zur Kulturgeschichte der Katze gepostet … aber immer aus dem Blickwinkel von Kater Paul, der im Lauf der Zeit zu meinem alter ego geworden ist.

Beide online-Auftritte (und alle weiteren Aktivitäten) von Kater Paul wären ohne den wirkliche Kater nicht denkbar und realisierbar gewesen. Aus all diesen Aktivitäten entstand schließlich die Idee, ein Buch zu realisieren, das im März 2011 erschienen ist: »Kater Paul – Das Facebook-Tagebuch«.

Warum war die Maßnahme aus Ihrer Sicht erfolgreich?

Ich denke, dass der Erfolg von Kater Paul vor allem meinem Bemühen zu verdanken ist, mich in den wirklichen Kater Paul hineinzudenken und hineinzufühlen und ich damit den vielen Freunden und Followers und Blog-Besuchern und Lesern des Buches einen authentischen Gesprächspartner angeboten habe, mit dem sie sich identifizieren konnten, den sie als eine eigene felide Persönlichkeit wahrgenommen haben, der mit ihnen spontan, witzig und nachdenklich in einen Dialog tritt.

Ich habe Kater Pauls Geburtstag (der nicht bekannt ist) auf den meinen gelegt. Und ich war nicht besonders überrascht, dass Kater Paul am 15. Januar 2011 über 350 Geburtstagsgrüße auf Facebook erhielt, während ich mich auf meinem eigenen Account mit »lediglich« gut 100 zufrieden geben musste: Kater Paul war (und ist) im Netz wesentlich beliebter als ich.

Können Sie Zahlen nennen?

Ich habe über einen Zeitraum von 14 Monaten durchschnittlich pro Tag gut zwei Stunden »investiert« – für facebook, Blog und für das Erstellen des Buches. Es gibt einige meßbare Ergebnisse: derzeit 3.400 Freunde auf Facebook, über 35.000 Page-Impressions auf dem Blog.

Das erstaunlichste aber ist, dass die Zahl der Freundesanfragen und Blog-Besuche seit dem Tod von Kater Paul am 18. März 2011 kaum nachgelassen hat. Obwohl ich auf seinem Facebook-Account seit seinem Tod nicht mehr poste und in den letzten sechs Wochen nur wenige Artikel auf dem Blog eingestellt habe, lassen die Reaktionszahlen kaum nach.

Die Internet-Präsenz von Kater Paul hat sich offensichtlich von meinen Aktivitäten emanzipiert und ein unerwartetes Eigenleben entwickelt.

Ausblick: Wie ging’s/geht’s weiter?

Ich habe, ehrlich gesagt, keine wirkliche Ahnung, Kater Paul ist tot, und ich kann und will auf Facebook nicht mehr aktiv für ihn sprechen. Bei seinem Blog verhält es sich aus meiner Sicht anders. Da werde ich weiterhin Artikel einstellen.

Kater Paul lebt im Netz offensichtlich weiter. Auch ohne mein zutun. Und das ist schön.

Kontakt:

Detlef Bluhm

Abgelegt unter andere katze kater paul detlef bluhm buch buchprojekt

10 Anmerkungen &

Thiemo Graf Verlag: Nutzung von Social-Media-Plattformen

Beschreibung des Akteurs

Der Thiemo Graf Verlag hat seit seiner Gründung im Jahre 2000 erfolgreich einige Nischen mit seinen Ratgeber-Reihen besetzt:

  • Der Kleine Finanzcoach, Reihe: Finanzratgeber für Kinder und Jugendliche
  • Die Kleine IT Maus, Reihe: IT Ratgeber für Kinder, junge Menschen, Eltern, Lehrer, 55 plus
  • Zur besseren Akzeptanz und Wissensvermittlung bei den vor allem jungen Zielgruppen wurden pädagogische Handpuppen entwickelt.
  • Die MoneyManni-Handpuppen sind eingetragene Markenprodukte - EN71 zertifiziert - und als Geschmacksmuster geschützt
  • Weitere Ratgeber zu Lebenssituationen von A-Z sprechen die Zielgruppen direkt an

Beschreibung der Marketing-Maßnahme

Wie kann Social Media PR Marketing in einem Kleinverlag aussehen? Hier: Facebook, Twitter und Youtube

Die Aufgabenstellung nach der Leipziger Buchmesse war:
Unseren Facebook-, Twitter- und Youtube-Auftritt für den Nutzer zu verknüpfen und möglichst informativ und interessant zu gestalten. Das bedeutet, Gesicht zu zeigen, die Reichweite und Reputation zu erhöhen, indem wir einfach Neugier wecken. So wollten wir die Bekanntheit der Marke steigern und damit die magische Grenze von 70.000 verkauften Ratgebern angreifen. Und dies alles unter der Prämisse: Der Thiemo Graf Verlag spricht mit seinen Ratgebern alle Lebenssituationen an.

Es ist ein Ratgeber- und Sachbuchverlag mit wenigen Titeln aber gewichtigen Schwerpunkten, wie Wirtschafts- und Finanzthemen sowie Medienkompetenz.
Kinder im Kindergarten schließen über das FinanzMauMau Bekanntschaft mit BorisBulle und BerndBär und lernen auch Fritz, den Dax, kennen. Schüler, Azubis, Studenten, Volljährige, junge Erwachsene, Eltern, Lehrer, Senioren und Zielgruppen wie Frauen und Familien werden gezielt beraten.

Nach nur wenigen Wochen intensiver Arbeit mit einem Studenten der Erlanger Buchwissenschaft ist das erste Etappenziel erreicht. Der Grundstein zu einer interessanten und sehr ausbaufähigen “Social Media”-Präsenz durch das Einbinden der Verlagstätigkeit auf die beliebtesten und meistgenutzten Internetplattformen Facebook, Xing, Twitter und Youtube ist gelegt. Der Besucher erfährt dort nicht nur etwas über das Verlagsprogramm, sondern wird auch über Branchenereignisse, Festtage und allgemein allem, was mit dem Medium BUCH zu tun hat, informiert.

Warum war die Maßnahme aus Ihrer Sicht erfolgreich?

Der Link zeigt, wie wir alles miteinander verknüpft haben: Beide Facebook-Seiten, Twitter und Youtube. Das Besondere an der Verlags-PR ist, dass noch wenige diese Art der Verknüpfung umgesetzt haben.
www.facebook.com/ThiemoGrafVerlag

Können Sie Zahlen nennen?

Im Vergleich zu großen Verlagen sehen unsere Zahlen bescheiden aus. Aber wir sind erst seit dem 01. April 2011 mit der aktiven Umsetzung unserer PR-Maßnahmen im Internet beschäftigt. Das ist noch nicht einmal einen ganzen Monat her. Aber die Wachstumszahlen potenzieren sich. Wir sind zuversichtlich bis zum 01. Mai 2011 mindestens 100 “Fans” auf unserer MoneyManni-Fanpage zu haben.

Ausblick: Wie ging’s/geht’s weiter?

Die nächste Aktion wird sein: Ein KinderGolfturnier im Sommer mit unserem Jungautoren Timo Schusser (Autor des Buches aus der Reihe „Die Kleine IT Maus“: Deine Daten reisen um die Welt).

Vor allem Youtube ist noch ausbaufähig und darauf werden wir in den nächsten 2 Monaten unser Augenmerk legen. Hier werden dann auch die Mitarbeiter und Autoren des Verlags Gesicht zeigen, sodass der persönliche Bezug zum Verlag und dessen Produkte mehr herausgehoben wird.

Kontakt:

Christl Mueller-Graf, Verlagsleitung

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