Virenschleuder-Preis

Leander Wattig und Carsten Raimann suchen
die erfolgreichsten Marketing-Maßnahmen
der Buchbranche im Social Web

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21 Anmerkungen &

Detlef Bluhm: Intermediales Projekt »Kater Paul«

Beschreibung des Akteurs

Ich bin Detlef Bluhm, Autor verschiedener und in insgesamt 5 Sprachen übersetzter Bücher zur Kulturgeschichte der Katze … und habe 12 Jahre mit Kater Paul zusammengelebt. Ich sage »zusammengelebt«, weil Kater Paul leider am 18. März 2011 gestorben ist.

Beschreibung der Marketing-Maßnahme

Das intermediale Projekt »Kater Paul« war anfangs alles andere als eine Marketing-Maßnahme. Ich habe am 2. Februar 2010 lediglich auf die in Facebook gestellte Frage, ob jemand für sein Haustier schon einen fb-Account eingerichtet hat, reagiert. Es hat mich gereizt, auf Facebook den Versuch zu unternehmen, meinem Kater Paul eine eigene, unverwechselbare Stimme zu geben, seine höchst individuellen Persönlichkeit dort zu Wort kommen zu lassen.

Als Kater Paul nach vier Tagen schon über 100 Freunde gewinnen konnte, entstand die Idee, auch einen »Kater-Paul-Blog« ins Netz zu stellen. Dieser Blog wurde am 18. April 2010 online gestellt. Während Kater Paul auf Facebook sehr persönlich agiert hat, habe ich auf seinem Blog viele Wortbeiträge, Videos, Fotografien und Cartoons zur Kulturgeschichte der Katze gepostet … aber immer aus dem Blickwinkel von Kater Paul, der im Lauf der Zeit zu meinem alter ego geworden ist.

Beide online-Auftritte (und alle weiteren Aktivitäten) von Kater Paul wären ohne den wirkliche Kater nicht denkbar und realisierbar gewesen. Aus all diesen Aktivitäten entstand schließlich die Idee, ein Buch zu realisieren, das im März 2011 erschienen ist: »Kater Paul – Das Facebook-Tagebuch«.

Warum war die Maßnahme aus Ihrer Sicht erfolgreich?

Ich denke, dass der Erfolg von Kater Paul vor allem meinem Bemühen zu verdanken ist, mich in den wirklichen Kater Paul hineinzudenken und hineinzufühlen und ich damit den vielen Freunden und Followers und Blog-Besuchern und Lesern des Buches einen authentischen Gesprächspartner angeboten habe, mit dem sie sich identifizieren konnten, den sie als eine eigene felide Persönlichkeit wahrgenommen haben, der mit ihnen spontan, witzig und nachdenklich in einen Dialog tritt.

Ich habe Kater Pauls Geburtstag (der nicht bekannt ist) auf den meinen gelegt. Und ich war nicht besonders überrascht, dass Kater Paul am 15. Januar 2011 über 350 Geburtstagsgrüße auf Facebook erhielt, während ich mich auf meinem eigenen Account mit »lediglich« gut 100 zufrieden geben musste: Kater Paul war (und ist) im Netz wesentlich beliebter als ich.

Können Sie Zahlen nennen?

Ich habe über einen Zeitraum von 14 Monaten durchschnittlich pro Tag gut zwei Stunden »investiert« – für facebook, Blog und für das Erstellen des Buches. Es gibt einige meßbare Ergebnisse: derzeit 3.400 Freunde auf Facebook, über 35.000 Page-Impressions auf dem Blog.

Das erstaunlichste aber ist, dass die Zahl der Freundesanfragen und Blog-Besuche seit dem Tod von Kater Paul am 18. März 2011 kaum nachgelassen hat. Obwohl ich auf seinem Facebook-Account seit seinem Tod nicht mehr poste und in den letzten sechs Wochen nur wenige Artikel auf dem Blog eingestellt habe, lassen die Reaktionszahlen kaum nach.

Die Internet-Präsenz von Kater Paul hat sich offensichtlich von meinen Aktivitäten emanzipiert und ein unerwartetes Eigenleben entwickelt.

Ausblick: Wie ging’s/geht’s weiter?

Ich habe, ehrlich gesagt, keine wirkliche Ahnung, Kater Paul ist tot, und ich kann und will auf Facebook nicht mehr aktiv für ihn sprechen. Bei seinem Blog verhält es sich aus meiner Sicht anders. Da werde ich weiterhin Artikel einstellen.

Kater Paul lebt im Netz offensichtlich weiter. Auch ohne mein zutun. Und das ist schön.

Kontakt:

Detlef Bluhm

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7 Anmerkungen &

Andrea Kamphuis: Crowdfunding-Kampagne für ein Wissenschaftsbuch

Beschreibung des Akteurs

Friendly Fire – Das Autoimmunbuch“ ist (a) der Arbeitstitel eines Sachbuchs über die Evolutionsbiologie der Autoimmunkrankheiten, das ich derzeit schreibe und voraussichtlich selbst verlegen werde, (b) der Titel des Blogs, mit dem ich den Entstehungsprozess begleite, dokumentiere und vorantreibe, und (c) der Titel einer Crowdfunding-Kampagne, mit der ich 6.000 Euro für die Finanzierung professioneller Infografiken für das Buch einzuwerben versuche.

Beschreibung der Marketing-Maßnahme

Über Twitter, zahlreiche E-Mail-Verteiler, die Plattform mySherpas.com, mein Blog und Facebook werbe ich um finanzielle und propagandistische Unterstützung meiner Crowdfunding-Kampagne. Dabei gilt es einige Besonderheiten zu beachten: Mein Thema hat einen medizinischen Aspekt; als selbst von einer Autoimmunerkrankung Betroffene versuche ich unter anderem weitere Betroffene anzusprechen, die sich für die wissenschaftlichen Hintergründe interessieren. Patientenforen usw. fallen aber als Kanäle für direkte Marketingbotschaften aus, da die Administratoren aus guten Gründen (Pharmaindustrie, unseriöse „Heiler“ usw.) strikt darauf achten, dass die Foren nicht zur Anbahnung von Geschäften genutzt werden. Auch möchten einige potenzielle Unterstützer aus beruflichen oder privaten Gründen nicht im Zusammenhang mit Krankheiten genannt werden. Zudem ist ein Teil meiner Zielgruppe alles andere als webaffin.

Gefragt war also ein Methodenmix, der unterschiedliche Formen der Reaktion und Unterstützung ermöglicht: von E-Mail-Weiterleitungen oder Retweets über Literaturtipps oder die Vermittlung potenzieller Multiplikatoren bis hin zur Registrierung auf der Plattform mySherpas und anschließenden finanziellen Unterstützung – nach Möglichkeit ergänzt um ein Statement, das signalisiert, dass sie an mein Projekt glauben.

Durch eine transparente Darstellung des Vorhabens und der geplanten Mittelverwendung (nämlich nicht als „Schreibhonorar“, sondern zur Deckung anstehender Ausgaben für die Bebilderung und Literaturbeschaffung) und durch ein klares Mission Statement in meinem Blog habe ich versucht, mögliche Bedenken potenzieller Unterstützer schon im Vorfeld auszuräumen.

Warum war die Maßnahme aus Ihrer Sicht erfolgreich?

Obwohl die Crowdfunding-Kampagne erst gut einen Monat läuft und erst Mitte Juni zu Ende gehen wird, werte ich sie bereits jetzt als vollen Erfolg:

  • Sie wurde schon kurz nach ihrem Start als Best Case in einem Social-Media-Vortrag vorgestellt.
  • Sie hat mich gezwungen, mir von Anfang an klar Rechenschaft abzulegen über die potenzielle Leserschaft des Buches, meine Ziele und den Zeitrahmen für ihre Verwirklichung.
  • Da ich nicht im Auftrag eines Verlags arbeite, habe ich mir durch die Kampagne selbst eine Deadline und einen virtuellen Auftraggeber geschaffen, dem ich mich verpflichtet fühle. Auch an Tagen, an denen mir die Arbeit nicht so leicht von der Hand geht, versuche ich wenigstens etwas für das Buch zu tun, zum Beispiel einen Blogbeitrag zu veröffentlichen.
  • Ich habe mich vom wissenschaftlichen und publizistischen Perfektionismus, einer alten Berufskrankheit, verabschiedet und „einfach losgelegt“ – zum Beispiel einen Youtube-Kanal eingerichtet und erste Videos gedreht, um für das Projekt zu werben.
  • Etliche Angeschriebene und auch ein paar Menschen, die ich bisher nicht kannte, melden sich mit wertvollem Feedback, zum Beispiel mit Literaturtipps oder Hinweisen auf weitere mögliche Kontaktpersonen. Neben das Crowdfunding tritt also ein Crowdsourcing-Aspekt. Nicht zuletzt bestätigen sie meine Vermutung, dass es eine hinreichend große Zielgruppe für mein Buch gibt.

Können Sie Zahlen nennen?

Die Crowdfunding-Kampagne läuft über 90 Tage, von denen jetzt 37 verstrichen sind. Mit 2920 von 6000 Euro sind bereits 49% der Zielsumme erreicht. Die Chancen stehen also gut, dass das Projekt wie geplant realisiert werden kann. (Im Crowdfunding gilt das Alles-oder-nichts-Prinzip: Wird die Zielsumme nicht erreicht, so erhalten die Unterstützer ihre Beträge zurück.)

Die einzige Ressource, die ich einsetze, ist Zeit, die ich andernfalls mit Recherchen und Literaturauswertung zugebracht hätte. Aber die Kontakte, die ich über die Kampagne gewinne, reaktiviere oder pflege, werden auch für die weitere Arbeit und den Vertrieb des Buches nützlich sein – die Zeit ist also gut investiert.

Ausblick: Wie ging’s/geht’s weiter?

Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Kommunikation in sozialen Medien schneiden Buchprojekte unter allen bislang in Deutschland durchgeführten Crowdfunding-Kampagnen am schlechtesten ab: Von sieben Crowdfunding-Ausschreibungen für Bücher hat nur eine einzige ihr Ziel erreicht, während die Erfolgsquote über alle 57 ausgewerteten Projekte bei über 50% lag.

Die neue, Social-Media-basierte Finanzierungsmethode und die etwas konservative Verlagsbranche scheinen bislang nicht recht zu harmonieren. Das weckt meinen Ehrgeiz: Ich will zeigen, dass Crowdfunding auch und gerade für Sachbücher eine sinnvolle Verknüpfung von Bedarfsanalyse, Finanzierung und Vertrieb darstellt.

Bis Mitte Juni werde ich weiter die Werbetrommel rühren, und zwar vor allem durch spannende Informationen über unser Immunsystem und neue Erkenntnisse aus der Forschung, die mit Hinweisen auf mein Blog und die mySherpas-Kampagne verbunden sind. Hinzu kommt traditionelle Pressearbeit, also der Versuch, Journalisten durch eine Pressemitteilung und durch persönliche Ansprache für Crowdfunding im Allgemeinen und mein Projekt im Besonderen zu interessieren.

Crowdfunding in der Buchbranche ist auch das Thema zweier Sessions, die ich beim Buchcamp am 7. und 8. Mai anbiete. Außerdem gründe ich derzeit mit meinen Kollegen Michael Köhler und Stephan Matthiesen den Verlag „Kraut Publishers“, für den „Friendly Fire“ gewissermaßen eine Pilotprojekt darstellt, über das wir Möglichkeiten und Schwierigkeiten ausloten.

Kontakt:

Andrea Kamphuis, Autorin

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4 Anmerkungen &

vm-people: Alternate Reality Game „Unberührbar“

Beschreibung des Akteurs

Gegründet im Jahr 2004, hat sich die vm-people GmbH darauf spezialisiert, Mundpropaganda geplant und gezielt in Gang zu setzen. Die Grundlagen dafür bilden unter anderem Erkenntnisse aus der Epidemiologie und aus der Gerüchteforschung. Seit einigen Jahren hat sich die Tätigkeit für die Verlagsbranche zu einem Schwerpunkt der Agentur entwickelt. Zu den Kunden von vm-people zählen Publikumsverlage wie Bastei Lübbe, der Carlsen Verlag, Hoffmann und Campe und der S. Fischer Verlag; Fachverlage wie PONS oder der Kirchheim Verlag sowie die Buchhandelskette Thalia.

Beschreibung der Marketing-Maßnahme

Stellen Sie sich vor, Sie kommen eines Abends nach Hause und auf der Fußmatte vor Ihrer Wohnungstür liegt ein stark verschmutzter Lederbeutel. Darin, eingeschlagen in Zeitungspapier, verbirgt sich ein Teil eines Tierschädels. Oder sie öffnen nichtsahnend Ihren Briefkasten und Ihnen kommt eine Postkarte entgegengeflattert, deren Inhalt ihnen Spanisch vorkommt – und das nicht nur aufgrund der Herkunft: Etxalar, ein kleines Dorf im Baskenland. Denn die Postkarte enthält einen verschlüsselten Hilferuf!

Was wie der Auftakt eines Thrillers klingt, war in Wahrheit der Start zu einem Alternate Reality Game, kurz ARG. Bei einem ARG haben die Teilnehmer die Möglichkeit, mit Haut und Haaren in eine Geschichte einzutauchen und die Figuren aus einem Buch live zu erleben. 75 Multiplikatoren der eng vernetzten Szene der Buchblogger („Bookfluentials“), die sich auf der Webseite www.folge-dem-kaninchen.de angemeldet hatten, wurden Mitte Februar auf die eingangs beschriebene Weise in die Geschichte von „Unberührbar“ verstrickt, so der Name des ARG.

„Unberührbar“ erzählte die Vorgeschichte zu „Cagot“, einem Thriller des englischen Autors Tom Knox, der am 28. März bei Hoffmann und Campe erschienen ist. Das ARG drehte sich um die Suche nach einer spurlos verschwundenen Anthroplogie-Studentin namens Bea Sarstedt. Ausgehend von Beas Webseite führte die Spur, gleich einer großangelegten, transmedialen Schnitzeljagd, hinaus in die reale Welt: über Hamburg und Berlin, nach Frankfurt bis ins ferne Baskenland, wo das Alternate Reality Game am 26. März mit einem dramatischen Finale, das live im Internet mitverfolgt werden konnte, endete.

Warum war die Maßnahme aus Ihrer Sicht erfolgreich?

Ziel des Alternate Reality Games “Unberührbar” war es, den Titel eines weitgehend unbekannten Autors, bereits vor dem Erscheinungstermin bei Buch-Multiplikatoren auf spannende Art und Weise ins Gespräch zu bringen.

Anders als bei konventioneller Ankündigungswerbung über Printanzeigen und Plakate, sollte „Cagot“ über die Verbreitungswege von Social Media den Weg zum Leser finden. Frei nach dem Motto: eine Geschichte mit einer Geschichte vermarkten!

Die Kampagne sollte der Boden für die Bereitschaft schaffen, sich mit dem faszinierenden Stoff von „Cagot“ auseinanderzusetzen und die Teilnehmer am ARG dazu animieren das Buch zu lesen und zu rezensieren.

Können Sie Zahlen nennen?

Bereits in der Startphase des Alternate Realty Games sorgten insbesondere die handgeschriebenen Postkarten aus Etxalar für Aufsehen und reichlich Spekulationsstoff.

Über einen Zeitraum von vier Wochen wurden durch das ARG rund 100 Blogbeiträge generiert, begleitet von permanenter Aktivität der aktiven Mitspieler in den sozialen Kanälen, hauptsächlich Facebook und Twitter.

Rund das ARG entstand bereits vor dem Erscheinungstermin des Printtitels eine frühe Community, die einen positiven Resonanzboden für “Cagot” bildet.

Ausblick: Wie ging’s/geht’s weiter?

Nach dem Ende des Alternate Reality Games startete die Rezensionsphase, die derzeit andauert. Besonders aktive Teilnehmer erhielten ein kostenloses Exemplar zugesendet mit der Bitte um eine Rezension.

Das Alternate Reality Game ist Teil der Transmedia Strategie, die vm-people für den Titel „Cagot“ im Auftrag von Hoffmann und Campe entwickelt hat. Abgerundet werden die Maßnahmen mit einer Enhanced E-Book App, die neben dem Buch multimdiale Mehrwerte aus dem ARG enthält.

Kontakt:

Thomas Zorbach, Geschäfstführer vm-people GmbH

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Abgelegt unter andere virales marketing agentur Mundpropaganda

7 Anmerkungen &

Holger Reichard: Website www.tcboyle.de als Anlaufpunkt für alle an T.C. Boyle Interessierten

Beschreibung des Akteurs

www.tcboyle.de ist seit August 2003 Anlaufpunkt und Sammelstelle für alle, die sich über den amerikanischen Schriftsteller T.C. Boyle informieren und austauschen wollen. Eine Website für Fans, Leser, Lehrer, Schüler, Studenten, Künstler und Journalisten. Neben vielen Informationen über T.C. Boyle bietet die Website unter der Subdomain www.boylevard.tcboyle.de auch ein Bücherblog, wo seit September 2007 Woche für Woche ein Buch vorgestellt wird. Außerdem wurde über die Website dreimal ein Kurzgeschichtenwettbewerb durchgeführt, an dem sich beim letzten Mal über 70 Autoren beteiligten. Ins Leben gerufen wurden die Website von Holger Reichard, der sie bis heute mit über zehn fleißigen Helfern (Autoren, Übersetzer, Literaturliebhaber, Webgestalter) betreut.

Beschreibung der Marketing-Maßnahme

Es gibt keine vergleichbare Website über einen vielgelesenen Schriftsteller, insbesondere in Bezug auf Umfang, Aktualität, Kontinuität, interaktive Angebote und Leser-Bindung. Die Website ist erfolgreicher Mittler zwischen Boyle, seinen Lesern und Künstlern, die sich mit Boyle und seinen Werken auseinandersetzen (Filmemacher, Musiker, Illustratoren, Theaterschauspieler). Gemeinsame Auftritte, mehrfach verwertete Interviews, Tour-Dokumentationen, Veröffentlichungen und vieles mehr kam über die Website bereits zustande.

www.tcboyle.de wird in mehreren Schulpublikationen als wichtige Informationsquelle aufgeführt und auch von Journalisten intensiv genutzt und in ihren Artikeln erwähnt (z. B. Frankfurter Rundschau, Zeit, ZDF, Schweizer Fernsehen).

Die Website bietet exklusives Material (z. B. ein Boyle-Essay über seine Anfänge als Schriftsteller oder die monatlich ins Deutsche übersetzten Mitteilungen Boyles an seine Leser), eine umfassende Dokumentation, die bis in die 80er Jahre zurückreicht (Veröffentlichungen, Rezensionen, Leserkritiken, Lesereisen, Lern- und Studienmaterial, Links und Beiträge zu Sekundärliteratur, Kurz- und Spielfilmen, musikalischen Widmungen, Theaterprojekten u.v.m.).

Hervorzuheben ist, dass die Betreiber der Website keine finanziellen Zuwendungen für ihre Arbeit erhalten. www.tcboyle.de ist ein Projekt, das zu gleichen Teilen aus der Leidenschaft für Boyles Persönlichkeit und Werke sowie aus der Leidenschaft für das Internet initiiert worden ist und seit nunmehr fast acht Jahren mit viel ideeller Hingabe betreut und gepflegt wird.

Warum war die Maßnahme aus Ihrer Sicht erfolgreich?

Ziel der Website war und ist zum einen, Boyle-Lesern und allgemein Literatur-Interessierten eine umfangreiche, infomative und kontinuierlich gepflegte Internetpräsenz zu bieten – mit stets aktuellen Inhalten. Zum anderen soll die Website Brücken schlagen und Verbindungen schaffen: zwischen Leserschaft, Verlagen, Künstlern, Übersetzern, Journalisten, Studierenden und dem Schriftsteller T.C. Boyle. Wie die Beschreibung unserer Website zeigt, wurden diese Ziele längst erreicht. Es gibt seit Jahren einen regen Austausch zwischen der deutschsprachigen und internationalen, vorwiegend amerik. Boyle-Community. Die deutschen Übersetzer von Boyles Werken sind oft im Forum von www.tcboyle.de zu Gast und stehen dort Lesern Rede und Antwort.

Können Sie Zahlen nennen?

Es haben sich inzwischen rund 500 zum Teil sehr ausführliche HTML-Seiten angesammelt mit zahlreichen Daten, exklusiven Texten und multimedialen Inhalten. Im Message Board haben sich im Laufe der Jahre über 15.000 Einträge angesammelt. Es gibt zudem seit 2003 einen monatlichen Newsletter, der inzwischen an rund 430 Literaturbegeisterte versendet wird. Die Zugriffszahlen der Website liegen schon seit Jahren bei 2.500 page views und über 1.000 visits pro Tag. Wenn T.C. Boyle in Deutschland ein aktuelles Buch vorstellt, sind die Zahlen ca. dreimal so hoch. Der Literaturblog Boylevard mit inzwischen rund 200 Buchbesprechungen floriert, und es gibt Hunderte von Links zu www.tcboyle.de, weshalb die Website im Google-Ranking sogar vor T.C. Boyles eigener Homepage - www.tcboyle.com - liegt.

Ausblick: Wie ging’s/geht’s weiter?

Die Website www.tcboyle.de soll natürlich fortgeführt, ausgebaut und sowohl technisch als auch in der Gestaltung modernisiert werden. Dazu gehört das Aufsetzen eines Blogs als neue Startseite, ein Ausbau der Social Media Aktivitäten sowie eine Aktualisierung der Forum-Software. Angesichts des enormen Webumfangs, eines in die Jahre gekommenen Message Boards und der Tatsache, dass die Betreiber keine finanziellen Zuwendungen erhalten keine leichte Aufgabe. (Der letzte Webrelaunch wurde 2006 durchgeführt.) Unterstützung ist daher sehr willkommen.

Kontakt:

Holger Reichard

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10 Anmerkungen &

werliestwannwo: Erstes Portal für Lesungen und literarische Veranstaltungen in Deutschland

Beschreibung des Akteurs

werliestwannwo - Das Lesungsportal in Deutschland

Es handelt sich hierbei um das erste Lesungsportal für Lesungen und literarische Veranstaltungen in Deutschland.

Aufgebaut wurde es Mitte 2010 von Sandra Vogel vom piepmatz Verlag, und Stefanie Leo der Bücherkinder. Mittlerweile haben sich mehrere Lesungsagenten zu uns gesellt. Wir arbeiten alle ehrenamtlich an dieser Website und stecken sehr viel Herzblut und Zeit in dieses Projekt.

Alle Verlage, Autoren und Veranstalter dürfen Ihre Lesungstermine kostenfrei eintragen bzw. eintragen lassen. Auch finden hier Autoren und Veranstalter zusammen, denn werliestwannwo ist auch ein Vermittler für Lesungen. Monatlich erscheint ein Newsletter mit literarischen Themen, der von jedem kostenlos abonniert werden kann.

Beschreibung der Marketing-Maßnahme

Um das Projekt bekannter zu machen, wurde eine facebook-Fanseite eingerichtet, die mittlerweile (nach ca. einem dreiviertel Jahr) fast 850 Fans verzeichnen kann. Auch dem twitter-Account folgen mittlerweile über 200 Follower. Hier wird jeden Abend eine besondere Lesung des nächsten Tages angekündigt. Der Newsletter, den es nun seit einem halben Jahr gibt, hat bis dato auch schon gut 200 Abonnenten.

Die Vermittlung zwischen Autoren und Veranstaltern kommt bei den Usern richtig gut an. Auch gewinnen wir immer mehr Partnerseiten, die unser Projekt gut finden und mit unserem Logo auf deren Website werben.

Offline-Marketing betrieben wir via T-Shirt-Werbung und Flyer-Verteilung auf der Frankfurter Buchmesse 2010 und der Leipziger Buchmesse 2011. Auch können T-Shirts etc. im Shop gekauft werden. Flyer gibt es kostenlos auf Bestellung via mail@werliestwannwo.de

Warum war die Maßnahme aus Ihrer Sicht erfolgreich?

Das Ziel war es, mehr User auf werliestwannwo aufmerksam zu machen und auch interessierte fleißige Helfer zu finden. Aus meiner Sicht ist das gut gelungen, denn die Fanzahl bei facebook/Followerzahl bei twitter steigt stetig und mit vielen neuen ehrenamtlichen “Lesungsagenten” konnten wir mittlerweile die 6000. eingetragende Lesung verzeichnen.

Können Sie Zahlen nennen?

Investition folgender Ressourcen: Hauptsächlich viel Zeit, Liebe und Geduld :)

Ausblick: Wie ging’s/geht’s weiter?

Wir versuchen in Zukunft, mehr Partner zu finden, sodass die Website hoffentlich bald ein paar Einnahmen erzielen kann, die wir dringend für einen professionellen Programmierer benötigen. Der Kalender ist leider noch nicht so perfekt, wie wir uns das gerne wünschen würden.

Und natürlich resultiert aus einer benutzerfreundlicheren Website auch wieder die Steigerung der Nutzung der Website, sowie auch der Bekanntheitsgrad.
Dies ist also unser nächstes Ziel! :)

Kontakt:

Sandra Vogel, Kopf von werliestwannwo

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13 Anmerkungen &

Romana Grimm: Spenden-Anthologie “Faltherzen - Autoren für Japan”

Beschreibung des Akteurs

Mein Name ist Romana Grimm und ich bin eigentlich noch ein Küken im Autorengeschäft. Aufgrund der Ereignisse in Japan am 11. März 2011 war es mir allerdings ein Bedürfnis, etwas zu tun, um den Menschen dort zu helfen. Auf der Leipziger Buchmesse fragte ich ein paar Bekannte, ob sie nicht Lust hätten, bei einer Spenden-Anthologie mitzumachen. Was soll ich sagen? Sie alle hatten große Lust und waren sofort dabei. Diese Hilfsbereitschaft macht mich heute noch glücklich :-)

Beschreibung der Marketing-Maßnahme

Meine allererste Marketing-Maßnahme war, einen Verlag mit ins Boot zu holen. epubli hat sich sofort bereit erklärt, unser Projekt mit ISBN und Werbung zu unterstützen. Der wichtigste Teil war schon mal geschafft.

Danach haben wir überlegt, welche Art von Geschichte passend für unser Projekt wäre. In der Anthologie haben wir sowohl Kurzgeschichten als auch Gedichte versammelt. Alle handeln von Verlust und Trauer, aber auch Liebe und Hoffnung. Uns war wichtig, dass auch immer eine positive Botschaft übermittelt wird, denn darum geht es ja letztendlich. Wir wollen den Opfern von Naturkatastrophen, Krieg und Armut Mut machen und einen Teil dazu beitragen, damit sie es hoffentlich bald besser haben.

Das Thema Japan haben wir weitgehend (aber nicht völlig) außen vorgelassen, um dem Leser nicht das Gefühl zu geben, dass wir “auf die Tränendrüsen drücken”. Außerdem wollte ich uns allen die Chance geben, mit dem zu glänzen, was wir gerne schreiben. Eine thematische Bindung hätte zudem wesentlich mehr Zeit beansprucht, denn wer hat schon mit diesen Katastrophen in Japan gerechnet?

Alle Autoren haben sich zudem bereit erklärt, ihre Gewinnanteile dem Deutschen Roten Kreuz zu spenden. Die Erlöse werden monatlich ausgeschüttet und direkt von epubli auf das Spendenkonto des DRK überwiesen. Um so transparent wie möglich zu sein, werde ich monatlich einen Screenshot des epubli-Kontos online stellen. Ich hoffe, dass das die Menschen von unserer Redlichkeit überzeugt :-)

Um unser primäres Ziel (Spenden sammeln) zu erreichen müssen wir nun natürlich so viele Menschen wie möglich auf uns aufmerksam machen. Unsere Strategie ist, das Buch sowohl im klassischen Print als auch im eBook-Format anzubieten. Das eBook ist im Vergleich zum Print sehr günstig, um Leser, die sich nicht sicher sind, ob sie unser Projekt unterstützen möchten, einen Kaufanreiz zu bieten. Wir finden, dass 2,99€ ein sehr guter Preis ist, und davon gehen 80% direkt an das DRK - weit mehr, als die Printausgabe abwirft. Es lohnt sich also, zur elektronischen Ausgabe zu greifen. Man hilft nicht nur dem DRK, man schont auch die Umwelt. ;-)

Desweiteren bitten wir Freunde, Bekannte und Prominente ganz dreist um ihre Hilfe. Über Facebook kann man schon eine Menge Leute erreichen, dazu kommen noch twitter und blogspot. Vor ein paar Tagen habe ich das Berliner Fenster informiert, andere auch ihre Lokalzeitungen. Angela Pundschus zum Beispiel hat eine Werbeanzeige auf Facebook geschaltet und lässt dazu noch Lesezeichen drucken, ich werde mit Postern und Postkarten locken und diverse andere Autoren nehmen die “Faltherzen” mit auf Lesungen, um sie einem größeren Kreis, der eventuell nicht im Internet unterwegs ist, vorzustellen. Einen Buchtrailer werde ich ebenfalls noch basteln, damit wir auch youtube in unsere Kampagne mit einbeziehen können.

Ach ja, und ich nutze Ihren Wettbewerb, um unsere Aktion bekannt zu machen ;-)

Warum war die Maßnahme aus Ihrer Sicht erfolgreich?

Schon jetzt wurden 15 Bücher bestellt und dabei haben wir erst am 17.4. (heute ist der 20.4.) begonnen, die Sache wirklich zu promoten. Vorher haben wir alle fieberhaft an der Fertigstellung der Anthologie gearbeitet. Dafür, dass es kurz vor Ostern ist und die Leute sich über die steigenden Benzinpreise aufregen, können wir glaube ich ganz zufrieden sein.

Da “Faltherzen” als eBook verfügbar und die Printausgabe schon jetzt durch Nachfragen und Drängeln auch über Amazon und andere Buchhändler erhältlich ist, ist durch den Wegfall der hohen Versandkosten beim Verlag demnächst mit weitaus mehr Bestellungen zu rechnen.

Aber der eigentliche Erfolg besteht für mich darin, dass es uns überhaupt gelungen ist, in so kurzer Zeit (vier Wochen) ein so hochwertiges Produkt auf den Markt zu bringen, und das wird sicher auch die Leserschaft überzeugen und sie zu weiterer Werbung für unsere Sache veranlassen.

Können Sie Zahlen nennen?

Glücklicherweise mussten wir keinerlei finanzielle Vorleistung erbringen. Alle Beteiligten haben ihre Ressourcen umsonst bereitgestellt. Sowohl die Internetplattform, auf der das Werk koordiniert wurde - ein geschlossenes Forum eines der Autoren - als auch Korrektorat, Satz, Covergestaltung, Coverbild usf. haben uns keine Unkosten bereitet, außer natürlich dem Zeitinvestment. Die Fähigkeiten und Fachkenntnisse der beteiligten Autoren waren hierbei unsere Ressourcen und deren bestehende technische Ausrüstung. Auch epubli berechnet uns keine Kosten für unser Projekt.

Was Werbung angeht, sind nicht wenige von uns bereit, etwas Geld zu investieren. Die oben erwähnten Lesezeichen kosten natürlich Geld, sie sollen schließlich gut aussehen, und auch Anzeigen sind nicht kostenlos. Alles in allem denke ich aber, dass wir mit einem sehr kleinen Budget weit kommen können.

Ausblick: Wie ging’s/geht’s weiter?

Wir werden jetzt natürlich an allen Fronten werben und versuchen, diverse Internetcommunitys einzubinden, an die wir aus Zeitgründen noch nicht gedacht haben (jappy, studiVZ usw). Kleine Extras wie z.B. Zeichnungen zu den Geschichten oder Lese-Ausschnitte auf youtube werden, so hoffen wir, das Interesse an unserer Aktion am Leben halten.

Leider leben wir ziemlich verstreut in Deutschland, aber wir sind zuversichtlich, dass zumindest einige von uns es im Laufe der nächsten Monate und Jahre zu den wichtigen Buchmessen schaffen werden, um auch persönlich für unser Anliegen zu werben. Print-on-demand hat den unschätzbaren Vorteil, dass so ein Buch auch noch nach Jahren erhältlich ist. Vorbei sind die Zeiten von vergriffenen Auflagen oder Verramschung, weil Platz für Neues geschaffen werden muss. Großartig!

Bis unser Werk persönlich anpreisen können, wollen wir versuchen, überall dort größtmögliche Präsenz zu erreichen, wo man unser Projekt unterstützt. Auch beim Virenschleuderpreis. Falls sich also jemand für unser Buch interessiert, würde ich mich sehr freuen, wenn er oder sie uns bei epubli oder Amazon besuchen würde. Vielen Dank! :-)

Kontakt:

Romana Grimm (Herausgeberin)

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Abgelegt unter andere autoren japan Spenden Anthologie

1 Anmerkung &

euryclia: Aufbau einer Community rund um das per Crowdfunding finanzierte Buch “Universalcode”

Beschreibung des Akteurs

euryclia ist eine Internetplattform, auf der der Leser entscheidet, was zum Buch wird. Und zwar über ein Subskriptionsmodell. Kommt eine bestimmte Anzahl an Vorbestellungen für ein Manuskript/Buchprojekt zusammen, dann wird dieses Buch professionell produziert. Der Leser wird über seine Vorbestellung des Buches zum „Micro-Verleger“. Das ist also ein Crowdfunding-Ansatz, der auf uralten Gepflogenheiten der Buchbranche basiert.

euryclia kanalisiert das Leserinteresse bereits vor und während der Buchentstehung, aber auch noch darüber hinaus, wenn das Buch tatsächlich erschienen ist. euryclia agiert dabei als Enabler der Autoren – die Rechte an den Texten bleiben folgerichtig bei den Autoren – und gibt ihnen Konzepte und Werkzeuge an die Hand, um ihr Buchprojekt erfolgreich auf den Weg zu bringen.

Jedes Buchprojekt ist anders. Es geht darum, für dieses „Anders-sein“ ein spezifisches Konzept zu erarbeiten und eine Auswahl zu treffen aus den vielen Tools und Möglichkeiten, die online wie offline zur Verfügung stehen, so dass das Potential einer speziellen Buch-Idee tatsächlich gehoben werden kann.

Praktiziert wird dieser Ansatz derzeit an dem Buchprojekt “Universalcode”. Der Universalcode ist ein (Sach- /Fach-)Buch über die Frage, wie das Internet den Journalismus verändert. Christian Jakubetz postete letzten Herbst auf seinem Blog, dass man so ein Buch mal machen müsste. Kurz drauf haben sich mehrere Mitstreiter gefunden, inzwischen sind es 18 Journalisten, die zusammen dieses Buch schreiben. Darunter z.B. Ulrike Langer, Markus Hündgen, Richard Gutjahr, Dirk von Gehlen - um nur ein paar Namen zu nennen.

Natürlich wollen die Autoren ein spannendes und fundiertes Buch machen. Aber mit dem fertigen Buch hört dieses Projekt nicht auf. Ziel ist es, über das Erscheinen des Buches hinaus eine Community zu den Themen des Universalcodes aufzubauen.

Beschreibung der Marketing-Maßnahme

Das Spannende an dem Modell von euryclia ist, ein Buch zu verbreiten und zu verkaufen, das es noch gar nicht gibt. Also eine Buch-Idee zu “verkaufen”. Und das, während nebenan die Regale voll stehen mit Büchern, die real und sofort zu haben sind.

Warum ist das nicht nur spannend, sondern auch erfolgversprechend? Weil Ideen immer etwas Ansteckendes und Elektrisierendes haben. Vorausgesetzt man lässt die Leute tatsächlich an der Idee und ihrer (Weiter-)Entwicklung teilhaben. Genau das machen wir beim Universalcode.

Seit dem Start des Projektes postet Christian Jakubetz die gesamte Entwicklung des Universalcodes auf seinem JakBlog. Von der Idee, so ein Buch zu machen, über die Vorstellung der einzelnen Autoren, die Darstellung erster Thesen und dann ganzer Exposés, bis hin zu den Leseproben und z.T. kompletten Kapiteln kann die Entstehung des Universalcodes mitverfolgt werden. Inzwischen sind wir bei “Update 44”. Da geht es nicht nur um Infos. Es werden auch wichtige inhaltliche, wie organisatorische Fragen zur Diskussion gestellt. Die Zielgruppe diskutiert und entscheidet mit.

Um den Prozess der Buchentstehung auch plastisch vor Augen zu führen, nutzen wir das Widget von book2look, in das wir stetig neue Leseproben und Kapitel einbinden. So kommen wir gemeinsam mit den Lesern dem endgültigen Universalcode Schritt für Schritt näher, und das in der Optik eines tatsächlichen Buches. Der Leser ist “live” dabei. Er kann die Entwicklung von der Idee zum Manuskript, bis hin zum fertigen Buch mitverfolgen. Das Widget des Universalcodes ist also kein Werbemittel, um ein Produkt/Buch zu bewerben, es ist ein Kommunikations- und Arbeitstool, um die Entwicklung transparent zu machen.

Entscheidend ist, dass diese Kommunikation nicht nur auf JakBlog oder euryclia stattfinden kann, sondern mit dem Widget an jedem beliebigen Ort im Netz. Das Widget zum Universalcode kann ganz leicht in Blogs und Websites eingebunden werden (und bleibt doch über die Warenkorbfunktion mit euryclia verbunden). Jeder, der sich für den Universalcode interessiert und ihn unterstützen möchte, kann ihn auf seine Seite bringen. Das ist für den Universalcode sehr interessant, da viele Leser der engeren Zielgruppe - also Journalisten und solche, die es werden bzw. bleiben wollen - selbst Blogs betreiben. Meist auch zu journalistischen Themen. Diese Blogs sprechen also wieder Leute an, die zur engeren Zielgruppe des Universalcodes gehören.

Natürlich haben das Widget zuerst die “eigenen” Websites und Blogs eingebaut: euryclia, JakBlog (Christian Jakubetz), medialdigital (Ulrike Langer), usw. Es gab auch einige andere Blogs, die das Widget sofort eingebunden haben - einfach weil sie den Universalcode (der übrigens damals noch “Das Journalistenbuch” hieß) und die Art, wie er zustande kommt, gut fanden.

Anderen Blogs wollten wir einen Anreiz geben. Etwas, das für viele aus der Zielgruppe interessant ist. Dieser Anreiz ist eine Einladung zur Buchpremierenparty. Eine Party, auf der Autoren und einige Leser zusammen das Erscheinen des Buches feiern, also ihren gemeinsamen Erfolg. Eine Party! Ist das wirklich ein Anreiz? Zum Start der Vorbestellungsphase (Mitte Januar) teilten wir mit, dass die ersten 50 Leute, die das Buch vorbestellen, zur Party eingeladen werden. Es hat keine Stunde gedauert bis die ersten 50 beisammen waren. Danach gingen die Bestellungen zunächst viel langsamer ein. Das war für uns der “Hinweis”, dass diese Party für die Zielgruppe interessant ist.

Eigentlich klar, dass sich angehende Journalisten und Profis, die was dazulernen wollen, gerne mit den Buchautoren, die in ihren Bereichen einen Namen haben, vernetzen wollen. Diese Partyeinladung hat die Verbreitung des Widget ungemein gefördert. Inzwischen ist ein anderer Effekt dazugekommen - nämlich die Empfehlung untereinander. Dieses Widget in “befreundeten” Blogs und solchen, die man als Leser gut findet, wirkt natürlich wie eine Empfehlung. “Der Blog, den ich gut finde, unterstützt den Universalcode, also das schau ich mir mal an und wenn ich´s auch gut finde, binde ich das Ding auch bei mir ein.” So in etwa lässt sich dieser “Empfehlungs-Mechanismus” zusammenfassen, einfach nur weil das Widget in einem bestimmten Blog eingebunden ist. Da spricht dann kein Autor und sagt, wie toll der Universalcode werden wird, wenn er mal fertig geschrieben ist. Und da spricht nicht irgendein Verlag, der ohnehin nur ein Buch verkaufen will - so die manchmal skeptische Wahrnehmung der Leser. Es sprechen Leser, die eine Idee unterstützen.

Dieses “Sprechen” der Leser erleben wir interessanterweise momentan auch noch auf anderem Wege: und zwar über “Twitterbestellungen”. Da twittern also die Leser, dass sie hiermit ein Exemplar des Universalcodes bei uns bestellen und sie teilen es damit nicht nur uns, sondern all ihren Followern mit. Es geht den Lesern also vielfach nicht nur darum das Buch zu kaufen und zu unterstützen, sondern diese Unterstützung auch öffentlich zu machen, es anderen kundzutun. Das trägt natürlich alles dazu bei, dass sich der Universalcode immer weiter herumspricht.

Warum war die Maßnahme aus Ihrer Sicht erfolgreich?

"Da haben sogar unsere Entwickler in Mumbai gestaunt", schreibt book2look im Newsletter 01/2011. Und: "Da bleibt uns nur eines zu sagen: Glückwunsch an das Team von Euryclia, die bewiesen haben, welches Potential im Web und in einem book2look-Biblet steckt."

Wir sagen Danke für dieses Kompliment und freuen uns über das bisher Erreichte: Denn inzwischen gibt es auf euryclia genug verbindliche Vorbestellungen, dass die Herstellung des Buches bereits finanziert ist. Das Subskriptionsmodell von euryclia hat funktioniert. Viele haben sich von der Buch-Idee schon anstecken lassen und sich als Micro-Verleger engagiert. Der Universalcode wird im Sommer erscheinen. Und dann gibt´s endlich die Party, auf die sich die Autoren und viele der Leser schon freuen.

Auch die Community wächst und sie wird über das Widget und jeden weiteren Blog, der es einbaut, im Netz sichtbarer. Man kann also bei der Entstehung dieser Community tatsächlich zuschauen. Toll ist, dass es inzwischen zu tatsächlichen “viralen Effekten” kommt. Die Blogs, die das Widget neu einbauen, holen es sich nicht mehr auf JakBlog oder einem anderen Blog der Autoren, auf euryclia oder book2look. Es verbreitet sich inzwischen von Blogs weiter, die wir vorher gar nicht kannten. Der Universalcode erreicht damit Leser, zu denen weder die Autoren, noch euryclia bisher direkten Zugang hatten.

Können Sie Zahlen nennen?

Auf das Widget kamen inzwischen (in 3 Monaten) über 140.000 Views zustande. Das heißt nicht, dass die Leseproben 140.000 Mal von vorne bis hinten gelesen worden wären. Das heißt auch nicht, dass es tatsächlich 140.000 unterschiedliche Personen waren, die da drauf geklickt haben. Es heißt lediglich, dass es echt viele waren, die sich für den Universalcode schon interessiert haben.

Um die Zahl einzuordnen: über 100 Verlage nutzen das book2look-Widget. Bisher gibt es Biblets zu ca. 15.000 Büchern. Der Universalcode ist auf Platz 1 des View-Rankings. Auf Platz 2 mit über 40.000 Views steht Adler-Olsens “Schändung” von dtv, also ein Bestseller. So toll sich diese Zahl anhört, für uns ist sie gar nicht mal so wichtig. Sie zeigt nur, dass wir mit unserem Konzept auf dem richtigen Weg sind. Ausschlaggebend ist, wie stark sich das Widget im Internet verbreitet. Derzeit haben es 111 Blogs eingebunden. Im Schnitt kommt jeden Tag ein weiteres Blog dazu. Das ist eine tolle und für uns sehr wichtige Entwicklung.

Ausblick: Wie ging’s/geht’s weiter?

Wir wollen im nächsten Schritt jedem Blog, von dem aus über das Widget ein Exemplar des Universalcodes bei uns bestellt wird, eine Provision geben. Als Anerkennung des Beitrags, den der einzelne Blog zum Erfolg des Universalcodes leistet. Der Universalcode baut sich auf diese Weise seinen ganz eigenen Vertriebsweg auf. Leser und Autoren regeln das einfach unter sich. In einer ganz eigenen Community nur für den Universalcode. Und wer seinen Universalcode lieber auf konventionellem Wege über den Buchhandel kauft, kann auch das bald tun. Da sind wir niemandem böse.

Kontakt:

Marion Schwehr, euryclia

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Annette Schwindt: Über Facebook Gewinnung eines deutschen Verlages für die norwegischen Fjodorbücher

Beschreibung des Akteurs

Annette Schwindt, Beraterin für Kommunikation in meiner Ein-Frau-Agentur schwindt-pr. Autorin von “Das Facebook-Buch" (O’Reilly Verlag) und daher Anlaufstelle für Facebookfragen.

Seit 2007 auch als Kommunikations-Managerin des Schriftstellers Pål H. Christiansen tätig, der in Norwegen u.a. die Kinderbuchserie über den frechen Fisch Fjodor bei Cappelen Damm veröffentlicht.

Beschreibung der Marketing-Maßnahme

Ende 2010 sprach mich Ralph Möllers vom Terzio-Verlag auf Facebook wegen einer Facebookfrage an. Wir kamen auch darüber hinaus ins Gespräch und ich erzählte ihm von Pål H. Christiansens Kinderbüchern. Ralph zeigte schnell Interesse und so schickte ich ihm Links zu den Seiten über Fjodor, die ich mit Pål bereits online für solche Fälle vorbereitet hatte. Ich vermittelte den Kontakt zu Pål (der auch schon eine Übersetzerin parat hatte) und den norwegischen Verlag Cappelen Damm.

Terzio erwarb innerhalb kurzer Zeit die Rechte für eine deutsche Veröffentlichung der Fjodorbücher. Allerdings nicht als 1:1-Übersetzung, sondern mit Musik von Felix Janosa nach dem Vorbild von Ritter Rost. Als Påls Kommunikations-Managerin und bekennender Fjodor-Fan wurde ich zur Ansprechpartnerin für beide Seiten.

Warum war die Maßnahme aus Ihrer Sicht erfolgreich?

Vor dem Kontakt mit Terzio hatte Pål auf traditionellem Wege mehrfach versucht, einen deutschen Verlag für die Übersetzung seiner Bücher zu gewinnen. Obwohl er bereits eine Übersetzerin parat hatte, blieben diese Versuche erfolglos. Durch Facebook und die Möglichkeit, dort ganz einfach Informationen zu teilen, kamen wir mit Ralph als Entscheider direkt ins Gespräch und konnten so das Prozedere deutlich abkürzen. Umgekehrt konnte sich Ralph so schnell einen Überblick über das Potential des Projektes verschaffen.

Terzio will bereits in diesem Jahr den zweiten Band der Fjodorserie veröffentlichen. Weitere werden folgen.

Können Sie Zahlen nennen?

Meine Investition in dieses Projekt sind Kommunikation, Zeit und Herzblut. :-) Das kann ich nicht in Zahlen ausdrücken.

Als Ergebnis wurde nicht nur ein deutscher Verlag für die Fjodorbücher gefunden, sondern es entsteht ein größeres Produkt darüber hinaus. Das Fjodor-Universum wird immer größer!

Ausblick: Wie ging’s/geht’s weiter?

Kurz vor Erscheinen des 1.Bandes hat mich Ralph Möllers engagiert, den Facebook-Auftritt der Buchserie zu konzipieren und zu betreuen: Unter http://www.facebook.com/fjodor.fisch kann man sich jetzt mit Fjodor unterhalten, andere Figuren der Buchserie sind ebenfalls vor Ort und schalten sich in den Dialog auf der Seite ein.

Mit den kommenden Bänden wird die Fjodor-Welt auf Facebook noch mehr erweitert werden, woraus sich dann möglicherweise auch ganz neue Bücher/Produkte entwickeln können. Nach dem Vorbild von Ritter Rost wird es dann sicher auch Fjodor-Aufführungen geben.

Kontakt:

Annette Schwindt, schwindt-pr

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Literaturblog „Duftender Doppelpunkt“: Zweistufiger Literaturpreis

Beschreibung des Akteurs

Duftender Doppelpunkt“ informiert über Interessantes aus dem Bereich der Literatur. Weil diese, will sie gesellschaftlich relevant sein, nicht im Elfenbeinturm sitzt, fließen auch Beiträge aus den Sozialwissenschaften bzw. aus Politik und Zeitgeschichte in die Berichterstattung ein.

Die GründerInnen Petra Öllinger und Georg Schober entziehen sich bewusst dem Trend des „SpezialistInnentums“. Sie bieten mit dem Literaturblog „Duftender Doppelpunkt“ eine Mélange aus Buchbesprechungen und Bibliothekarischem, aus Literaturlinks, Politik und Sozialwissenschaften. Weitere Schwerpunkte sind Hinweise auf ArbeiterInnenliteratur, bilinguale Literatur, Exilliteratur, Hörbücher, Literatur von Frauen, Verlage und Buchhandlungen … Speziell für die schreibende Zunft gibt es Infos über Preise, Stipendien und Veröffentlichungsmöglichkeiten.

Ein wesentlicher Teil des Literaturblogs ist der zweistufige Literaturpreis „Der Duft des Doppelpunktes“ zum Thema Arbeitswelt: Die zehn PreisträgerInnen der 1. Wettbewerbsstufe werden bei ihrer literarischen Arbeit in der 2. Stufe von einem Tutor, einer Tutorin unterstützt. Abschluss und Höhepunkt des Preises bilden die Preisverleihung und Vorstellung der Anthologie mit den Beiträgen in Wien.

Beschreibung der Marketing-Maßnahme

Ein Literaturblog und ein Literaturpreis als „kommunizierendes Gefäß”.
Die Geburtsstunde von „Duftender Doppelpunkt“ schlug am 1. Mai 2005. Was lag näher, als ein Jahr später seinen 1. Geburtstag anlassgemäß mit der Ausschreibung eines Literaturpreises zum Thema „Arbeitswelt“ zu feiern. Er erhielt den Namen „Der Duft des Doppelpunktes“.

„Fassen Sie sich kurz!“ – 140 Zeichen Prosa oder Lyrik über die Arbeitswelt.
2009 wurde der Literaturpreis zum zweiten Mal ausgeschrieben. Ergänzt wurde der Hauptpreis dieses Mal vom Literaturtwitter. Er regte die TeilnehmerInnen dazu an, einen literarischen Text zu verdichten und auf seine Essenz zu reduzieren. Über 700 Tweets, Aphorismus und Kurzlyrik solidarisieren sich mit der Arbeitswelt und geben gemeinsam als „Twitteratur“ ein kräftiges Lebenszeichen.

Die prämierten Tweets der TwitteratInnen finden sich neben den prämierten „Langtexten“ in der Anthologie „Wir rufen auf! Penner, Fleischwölfe und arbeitsscheues Gesindel“. Diese wird am 13. Mai 2011 in Wien vorgestellt.

Virtuell literarisch spazieren.
Um die Wartezeit bis zur Preisverleihung und Vorstellung der Anthologie zu verkürzen, findet seit 6. April ein wöchentlicher virtueller Quiz-Spaziergang statt. In sechs Etappen werden Fragen zu verschiedenen Themen der „ArbeiterInnenliteratur“ gestellt.

Übrigens: Das prämierte „arbeitsscheue Gesindel“ wird sich nicht nur in gedruckter Form herumtreiben, sondern vagabundiert schon jetzt im Literaturblog, wo ein Teil der Texte online gelesen werden kann.

Warum war die Maßnahme aus Ihrer Sicht erfolgreich?

Über Literatur zu informieren und ein Netzwerk von schreibenden Menschen zu schaffen sind das Ziel des Literaturblogs und des Literaturpreises.
Viele virtuelle Bekanntschaften werden mittlerweile auch in der Realität gepflegt. Die Duftenden Doppelpunkte ihrerseits bekommen ebenfalls Unterstützung zum Beispiel in Fragen der Buchgestaltung oder des (Buch-)Marketings.

Die Zugriffe durch Suchmaschinen erhalten zusehends Konkurrenz durch direkte Zugriffe sowie durch Aufrufe via Facebook und Twitter und haben gemeinsam Google bereits von der ersten Stelle verdrängt.

Der virtuelle Quiz-Spaziergang erfreut sich großer Resonanz. Alleine der erste Hinweis auf Facebook erhielt über 200 „Gefällt mir“.

Können Sie Zahlen nennen?

Investiert haben wir vor allem Zeit; durchschnittlich eine Stunde täglich. Auf Twitter sind wir im Zusammenhang mit dem „Literaturtwitter“ aktiv. Neben der Betreuung des Blogs widmen wir uns besonders der Präsentation des „Duftenden Doppelpunktes“ auf Facebook.

Stand: 16. April 2011
Das Literaturblog „Duftender Doppelpunkt“: 2301 Beiträge und 458 Kommentare

Der Literaturpreis auf Twitter: 636 Follower und 216 Tweets
Das Literaturblog auf Twitter: 667 Follower und 852 Tweets
Das Literaturblog auf Facebook: 339 „Gefällt mir“

Beiträge des Literaturblogs via Feedburner - Mail bzw. Feed Reader: 272 AbonnentInnen

Ausblick: Wie ging’s/geht’s weiter?

Fortführung? Oh ja. Die „Duftenden Doppelpunkte“ werden jedenfalls weiterhin umtriebig bleiben im Blog, auf Twitter sowie auf Facebook. Und in der Realität: Neben der Preisverleihung und Präsentation der Anthologie unter anderem mit der Aktion „Buch im Park – Die Literatur zu Gast im Mariahilfer Ruhe- und Therapiepark“.

Kontakt:

Petra Öllinger und Georg Schober

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1 Anmerkung &

bilandia: Facebook-Seite zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 

Beschreibung des Akteurs

Ein Team - Elf Bücher müsst ihr sein!

Die Online-Buchshop Community bilandia ist Partner der Verlage für innovatives Buchmarketing im Internet. bilandia betreibt unter www.bilandia.de einen Online-Buchshop mit einer Community für Leser, Autoren und Verlage. Das Münchner Unternehmen eröffnet die kreative Ansprache der Leser sowie die nachhaltige Inszenierung von Buchprodukten vor allem in etablierten, sozialen Netzwerken wie facebook und twitter.

Beschreibung der Marketing-Maßnahme

Ein facebook-Stadion voller fußballbegeisterter Leser:
Aus dem großen Interesse an der Fußballweltmeisterschaft 2010 entstand die Idee eine facebook-Fanseite zu schaffen, die Bücher und das Sportgroßereignis verbindet. Anstoß war im Dezember 2009: Eine facebook-Fanseite mit dem Titel „Deutschland – Weltmeister 2010“ wurde gegründet.

Neben dem Austausch über Fußballthemen wurden vor und während der Fußball-WM 2010 regelmäßig, in Kooperation mit Verlagen, besondere Aktionen angeboten. Zum Beispiel ein Live-Chat mit Willi Lemke, ehemals Manager von Werder Bremen, UN-Sonderberater für Sport und DVA Autor. sowie Verlosungen von Fußballbüchern und Autorendialoge.

Ein Trikot für die Fans:
Um die Nutzer der Seite noch stärker einzubinden, wurde in Zusammenarbeit mit der Design Community DOiiCIE ein Designwettbewerb für ein eigenes WM-Fanshirt durchgeführt. Die eingereichten Vorschläge wurden von den über 30.000 Fans bewertet. Das Gewinnershirt wurde gedruckt und konnte anschließend direkt über die Fanseite bezogen werden.

Die Spiele und Stimmung der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 insbesondere die Spiele der deutschen Mannschaft wurden von bilandia redaktionell begleitet.

Zusammenfassend bot bilandia.de den über 30.000 Fans ein Gesamtpaket aus Information und Interaktion rund um die Fußball-WM mit spannenden Aktionen zu unterschiedlichen Büchern.

Warum war die Maßnahme aus Ihrer Sicht erfolgreich?

Die Wahrheit liegt auf dem Platz:
Ziel des Projekts war eine erfolgreiche Verbindung zwischen Fußball und Büchern herzustellen. Dieses Ziel wurde über die facebook-Fanseite optimal erreicht: Ein virtuelles Stadion mit über 30.000 Fans – größer als das des SC Freiburg - bestehend aus buch- und fußballafinen Nutzern zeigen eindrucksvoll das Interesse und den Erfolg des Konzepts.

Durch die intensive Zusammenarbeit mit Verlagen und der Design Community DOiiCIE konnten spannende und außergewöhnliche Aktionen realisiert werden, wobei die Nutzer in hohem Maß in Thema und Fanseite involviert wurden. Die Aktionen nutzten die Möglichkeiten von Social Media: Direkte Interaktion bei den Live Chats, Bilderuploads eigener Ideen, redaktionelle Themensetzung und Austausch zwischen den Nutzern. Der Erfolg zeigt sich auch dadurch, dass heute, knapp ein Jahr nach der WM, noch über 27.000 Fans die Gruppe aktiv nutzen. bilandia pflegt die Seite regelmäßig weiter.

Durch die facebook-Fanseite konnte bilandia Fußballfans, Lesern, Autoren und Verlagen eine Social Media Plattform bieten, die das Thema Buch leidenschaftlich mit der Fußball-Weltmeisterschaft verband.

Können Sie Zahlen nennen?

Ab in die Champions League:
Die facebook-Fanseite wurde im Dezember 2009 gegründet und konnte bereits gut einen Monat später ca. 15.000 Fans verzeichnen. In den Höchstzeiten (Ende April bis Ende Juli) hatte die Seite mehr als über 32.000 Fans. Mit bis zu 1.000 Interaktionen („gefällt mirs“ / Kommentare) pro Posting, interaktiven Aktionen, Gewinnspielen und Wettbewerben mit zahlreichen Teilnehmern unterstreicht die Fanseite eindrucksvoll das Potential von Social Media Marketing im Buch- und Verlagsbereich.

Ausblick: Wie ging’s/geht’s weiter?

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel:
Die facebook-Fanseite wird weiterhin inhaltlich gepflegt. Übergeordnetes Ziel für die Zukunft ist es, die Fans der Seite für unsere bereits existierende Fanseite „Deutschland – Weltmeister 2014“ zu gewinnen. Für etwa 20 Prozent des bestehenden Fanstamms gelang diese Aufgabe bereits.

Aufgrund der großen Resonanz und Aktivität innerhalb der Zielgruppe planen wir auch die kommende Europa- und Weltmeisterschaft zusammen mit den Fans zu gestalten und zu feiern. Dann stehen die Chancen auf den Titel für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nicht schlecht.

Kontakt:

Kathrin Braitmayer, Online Marketing

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